Die Abdeckung ist ein weiteres Problem bei einer portallastigen Suche. Dieselbe Analyse des Wohnungsministeriums, auf die spanische Medien verwiesen, stellte fest, dass Portaldaten nicht das vollständige Marktbild abbilden, während offizielle Quellen häufig mit zeitlicher Verzögerung verfügbar sind. Damit stehen Käufer zwischen zwei unvollkommenen Optionen: schnelle, aber „rauschende“ Portaldaten – oder langsamere offizielle Daten. Praktisch bedeutet das: Viele Käufer treffen weitreichende Entscheidungen, obwohl ihnen nur ein Teil der Landkarte vorliegt.
Was Portaldaten nicht zeigen
Der fehlende Anteil ist keineswegs marginal. Off-Market-Immobilien – Objekte, die über Maklernetzwerke, private Empfehlungen oder Entwicklerkontakte verkauft werden, bevor sie öffentlich erscheinen – können in Küstenlagen einen relevanten Anteil am Premiumsegment ausmachen. Käufer, die ausschließlich öffentliche Portale durchsuchen, sehen diese Chancen überhaupt nicht. Das Problem der Verzerrung durch Angebotspreise verschärft dies zusätzlich, denn selbst die Inserate, die erscheinen, können an Referenzwerten ausgerichtet sein, die reale Transaktionsdaten nicht widerspiegeln.
Der Vorteil einer breiteren Suche
Verida hat darauf eine überzeugende Antwort, weil die aktuelle Positionierung nicht auf öffentliche Portale beschränkt ist. Die Plattform sagt, Billy durchsucht Tausende öffentliche und Off-Market-Inserate und erstellt anschließend eine relevantere Shortlist auf Basis des Käuferprofils. Das ist eine starke Logik: Wenn der Markt fragmentiert ist, liegt der eigentliche Vorteil nicht nur darin, mehr Angebote zu finden, sondern genau jene, die Käufer sonst vollständig übersehen würden.

